Offener Brief an Arte bzgl. Doku „Gaza: Ist das ein Leben?“

Sehr geehrter Herr Bergmann,
sehr geehrter Herr Dr. Nievelstein,*

wir begrüßen es prinzipiell sehr, wenn sich der Sender Arte im Rahmen einer Fernsehdokumentation mit der Situation im Nahen Osten sachlich auseinandersetzt. Umso stärker bedauern wir, dass die am Samstag, den 22.07.2017 in “Arte Reportage” ausgestrahlte Dokumentation “Gaza: Ist das ein Leben?” stark durch Einseitigkeit geprägt ist und den Zuschauerinnen und Zuschauern entscheidende Informationen vorenthält. Wir möchten Ihnen unsere Sichtweise im Folgenden detailliert erläutern.

weiter

Die umgedrehten ideologischen Pyramiden der anti-zionistischen Juden: Das Fallbeispiel Moshe Zuckermann

von Evyatar Friesel

Audiatur Online 18.4.2017

 

Es ist merkwürdig, wie sehr Menschen durch die kulturellen Muster der menschlichen Gruppe geprägt werden, in die sie hineingeboren wurden, auch wenn sie sich dessen vielleicht gar nicht bewusst sind. Unter Juden gibt es eine etwas ironische Ansicht über eine bestimmte Denkart, die man „talmudisch“ nennt. Davon spricht man, wenn ein Gelehrter religiöse Texte benutzt und dabei dank einer besonders verdrehten Logik – die allerdings durchaus sehr scharfsinnig sein kann – und geistigen Verrenkungen zu bizarren Ergebnisse kommt.

Weiter

 

 

Israelfeindschhaft und Antisemitismus Teil 2

Gegen Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhundert stand die islamische Welt –  insbesondere in seinem Kerngebiet, dem Nahen Osten – vor einem Trümmerhaufen. Militärisch, technologisch und kulturell dem Westen unterlegen, stellten sich muslimische Gelehrte die Frage nach der Ursache für diese Misere. Reformer wie Jamal Al-Din Al-Afghani, sein Schüler Muhammad Abdu, sowie Rashid Rida propagierten eine Modernisierung des Islam anstelle blinder Imitation religiöser Praktiken wie in den Jahrhunderten zuvor. Ihnen zufolge war dies der einzige Weg, um gegenüber dem Westen zu bestehen.

Weiter